Nico Zellner:
die Holzwerkstatt
hinter Stogsauer Hoiz

Seit acht Jahren fertige ich in meiner Werkstatt bei Schöllnach im Bayerischen Wald individuelle Unikate aus Massivholz. Vom ersten Zuschnitt bis zum letzten Feinschliff, alles von Hand.

Hinter Stogsauer Hoiz steckt kein großer Betrieb, sondern eine kleine Holzwerkstatt im Bayerischen Wald, ein Haufen Werkzeug und die Freude daran, aus Massivholz individuelle Unikate zu fertigen.

Hier erfährst Du, wie alles angefangen hat und was mir bei jedem Stück wichtig ist.

Warum das Ganze Stogsauer Hoiz heißt

„Stog“ steht im bayerischen Dialekt für einen Baumstumpf, „sauer“ für grantig.
Die Idee zu Stogsauer Hoiz hatte ein Spezl von mir. Seiner Meinung nach bin ich sowieso immer ein bisschen grantig und der „Stog“ passte perfekt zum Thema Holz.
 
Weil „stocksauer“ gleichzeitig eine Verstärkung von grantig ist, fanden wir den Namen so passend und lustig, dass er geblieben ist. Seit der Gründung trägt mein Kleingewerbe deshalb den Namen Stogsauer Hoiz.
 
Was zunächst wie ein lustiges Wortspiel begann, steht heute für individuelle Holzprodukte, viel Handarbeit und den Anspruch, aus jedem Stück Holz etwas Besonderes zu machen.
Stogsauer Schild aus Holz

Wie alles anfing:
Mein erster Esstisch aus Eiche

Handgefertigter Esstisch aus Eiche mit Baumkante, das erste große Projekt von Stogsauer Hoiz

Mein erstes großes Holzprojekt war ein Esstisch für meine Eltern. Der Tisch aus Eiche ist zwei Meter lang, 80 Zentimeter breit und war als Überraschungsgeschenk gedacht.

Während meine Eltern im Urlaub waren, bauten mein Bruder, mein Opa und ich den Tisch samt Untergestell fertig auf und stellten ihn direkt ins Esszimmer. Als sie wieder nach Hause kamen, stand dort plötzlich ihr neuer Tisch.

Die Überraschung kam sehr gut an. Auch für mich war dieses Projekt ein entscheidender Moment. Als ich den fertigen Tisch vor mir sah, wurde mir bewusst: Ich kann das, und genau das möchte ich machen.

Von diesem Zeitpunkt an beschäftigte ich mich immer intensiver mit Holz, Werkzeugen, Maschinen und neuen Fertigungsmöglichkeiten. Die Projekte wurden größer, die Ideen umfangreicher und aus einem persönlichen Interesse entstand schließlich mein Kleingewerbe. Seitdem sind unter anderem Tische, Bänke, Wanduhren, Geschenkartikel und viele weitere individuelle Holzprodukte entstanden.

Vom Industriemechaniker zur Arbeit mit Holz

Ursprünglich habe ich eine Ausbildung zum Industriemechaniker abgeschlossen. Nach meiner Weiterbildung zum Industriemeister war ich einige Zeit als Vorarbeiter in der Instandhaltung tätig. Anfang 2025 entschied ich mich dazu, beruflich noch einmal eine neue Richtung einzuschlagen. Seitdem arbeite ich im selben Unternehmen als technischer Einkäufer.
 
Die Begeisterung für Holz begleitet mich allerdings schon wesentlich länger. Bereits während meiner Schulzeit arbeitete ich gerne mit dem Werkstoff und setzte verschiedene Projektarbeiten aus Holz um. Mit der Zeit wurden aus ersten Versuchen immer größere Projekte und aus dem Interesse wurde eine echte Leidenschaft.
 
Stogsauer Hoiz betreibe ich bewusst als Nebengewerbe. Dadurch kann ich mir für jedes Projekt die Zeit nehmen, die es braucht, und jeden Auftrag persönlich von der Anfrage bis zur Übergabe begleiten.
Nico Zellner, Gründer von Stogsauer Hoiz, an der Säge in seiner Holzwerkstatt

Meine Holzwerkstatt im Bayerischen Wald

Meine Werkstatt befindet sich in einem kleinen Ort etwas außerhalb von Schöllnach im Bayerischen Wald. Mit ungefähr acht mal fünf Metern ist sie nicht besonders groß, aber genau hier entstehen meine Produkte vom ersten Zuschnitt bis zur fertigen Oberfläche.
 
Mein Papa und ich haben die Werkstatt gemeinsam aufgebaut. Anfangs arbeiteten wir noch mit älteren Maschinen meines Opas und seines Bruders. Über die Jahre wurden diese nach und nach durch modernere und größere Maschinen ersetzt. Heute gehören unter anderem eine Felder K540 S, eine Hammer N4400, eine Hammer A3 41 und eine Felder AF 22 zur Ausstattung. Ergänzt werden sie durch eine kleine Tischfräse sowie verschiedene Handgeräte von Makita und Felder.
Einblicke in die Holzwerkstatt von Stogsauer Hoiz: Shaper Origin CNC-Fräse, gelagerte Holzbretter, Handarbeit mit der Oberfräse und Hammer Bandsäge

Das besondere Highlight meiner Werkstatt ist jedoch die Shaper Origin, die ich 2024 angeschafft habe. Mit dieser handgeführten CNC-Fräse lassen sich individuelle Formen, Schriftzüge, Gravuren und besondere Kundenwünsche besonders präzise umsetzen.

Trotz der technischen Ausstattung bleibt jedes Produkt echte Handarbeit. Maschinen unterstützen mich bei der Fertigung. Das Gefühl für das Holz, die Auswahl des Materials und der letzte Feinschliff entstehen aber immer von Hand.

Eine kleine Werkstatt mit großer Unterstützung

Familie und Freunde von Stogsauer Hoiz bei der Waldarbeit und am Marktstand
Den überwiegenden Teil der Arbeit erledige ich selbst. Trotzdem ist Stogsauer Hoiz kein reines Ein-Mann-Projekt.
 
Bei schweren Arbeiten unterstützt mich meistens mein Papa, beispielsweise beim Tragen von Brettern oder beim Drehen und Bewegen großer Tische und Bänke. Wenn Bäume aus dem eigenen Wald gefällt werden, sind mein Papa und mein Bruder ebenfalls mit dabei. Bei Serienarbeiten wie Schleifen, Wachsen, Ölen oder dem letzten Verfeinern der Produkte ist mein Opa vorne mit dabei. Auf Märkten unterstützt mich häufig meine Mama beim Verpacken, Dekorieren, Verkaufen und bei allem, was rund um einen gelungenen Marktauftritt anfällt.
Auch meine Freunde Lukas, Christoph und Marco packen regelmäßig mit an. Ob Instandhaltungsarbeiten in der Werkstatt, das Fällen von Bäumen, der Aufbau und die Dekoration von Marktständen oder das Aushelfen während einer Veranstaltung: Auf sie ist Verlass, meistens für Kost und Logis.

Neue Ideen entstehen ebenfalls selten allein. Familie, Freunde und Bekannte versorgen mich regelmäßig mit Anregungen, Verbesserungsvorschlägen und neuen Produktideen. Aus einem kleinen Nebengewerbe ist dadurch ein echtes Gemeinschaftsprojekt geworden.

Keine Massenware, sondern echte Unikate aus Massivholz

Stogsauer Hoiz ist nicht mit industrieller Massenfertigung vergleichbar und soll es auch nicht sein. Bei mir steht nicht die möglichst große Stückzahl im Mittelpunkt, sondern das einzelne Produkt. Kundenwünsche berücksichtige ich bis ins kleinste umsetzbare Detail. Manchmal nehme ich es dabei vermutlich sogar etwas zu genau und investiere mehr Zeit, als ursprünglich geplant war. Genau dieser Anspruch gehört für mich aber dazu.
 
Ich fertige Unikate nach individuellen Vorstellungen und arbeite mit nahezu allen Holzarten, die sich sinnvoll beschaffen und verarbeiten lassen. Besonders gerne verwende ich Eiche sowie heimische Obsthölzer wie:
  • Nussbaum
  • Kirsche
  • Apfel
  • Birne
  • Mirabelle
  • Zwetschge
Gerade regionale Obsthölzer haben für mich einen besonderen Reiz. Ihre Maserung, ihre Farbe und selbst ihr Geruch sind mit industriell hergestellten Materialien kaum vergleichbar. Jedes Stück sieht anders aus und bringt seine eigene Geschichte mit.
Detailaufnahme einer Stehlampe aus Nussbaum mit ausdrucksstarker Maserung und Stogsauer Hoiz Logo

Mein Anspruch:
Ein Lächeln bei der Übergabe

Gedrechselte Deko-Pilze aus Holz von Stogsauer Hoiz im Wald, Geschenkartikel aus heimischen Hölzern
Wenn ein Kunde ein fertiges Produkt bei mir abholt, möchte ich ein Lächeln sehen. Aussagen wie „Das habe ich mir anders vorgestellt“ sollen gar nicht erst entstehen. Deshalb werden individuelle Produkte möglichst genau besprochen und nach den persönlichen Vorstellungen gefertigt. Alternativ können bereits hergestellte Stücke direkt vor Ort oder auf einem meiner Märkte in Ruhe angesehen und ausgewählt werden.
 
Seit 2025 bin ich Mitglied im Kunsthandwerkerverein Regensburg und als Aussteller auf dem Lucrezia-Markt vertreten. Dort kann ich meine Arbeiten einem größeren Publikum präsentieren, neue Ideen sammeln und erleben, wie aus einem Stück Holz ein Produkt wird, das einem Menschen wirklich Freude bereitet.
 
Und genau darum geht es mir bei Stogsauer Hoiz: Holzprodukte mit Charakter, individuell gefertigt, persönlich umgesetzt und mit dem Anspruch, dass jedes einzelne Stück überzeugt.

Du hast eine eigene Idee aus Holz?

Dann erzähl mir davon. Gemeinsam schauen wir, wie daraus ein individuelles Einzelstück entstehen kann.

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